Was bringt welcher Kalzium-Check?

Durch Knochendichtemessungen kann man die Kalziumversorgung des Körpers am ehesten einschätzen. Blut und Urintests eignen sich nicht. Denn in beiden unterliegt die Menge an messbarem Kalzium bestimmten Regelmechanismen, die sie auch bei schlechter Versorgung innerhalb gewisser Grenzen konstant halten. Allein bei organischen Erkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen) können die Werte in Blut und Urin von den Normwerten abweichen.

Da eine Ultraschall-Messung kostengünstig ist und keine radioaktive Strahlenbelastung mit sich bringt, wird häufig diese als „Osteoporose-Vorsorge-Untersuchung“ angeboten. Knochenexperte Dr. Helmut Radspieler aus München betont jedoch: „Zur Erfassung der Knochendichte ist die Ultraschallmessung nur ein ungenaues Verfahren“. Er empfiehlt die hochauflösende, bildgebende, Computertomographie. Ideal wäre eine erste Knochendichtemessung um das 25igste Lebensjahr herum, damit wird die individuell erreichte höchste Knochendichte bestimmt. Mit Messungen im Abstand von ein bis zwei Jahren lässt sich dann anhand der Analyse der Unterschiede  die langfristige Kalzium-Versorgung beurteilen.

Kalziumreiche Lebensmittel für Veganer

Amaranth 214 mg/100 g
Aprikose (getrocknet) 82 mg/100 g
Artischocke 53 mg/100 g
Brokkoli (gekocht) 87 mg/100 g
Brombeere 44 mg/100 g
Brunnenkresse 180 mg/100 g
Feigen (trocken) 193 mg/100 g
Fenchel (roh) 109 mg/100 g
Gartenkresse 214 mg/100 g
Grünkohl 212 mg/100 g
Haselnuss 226 mg/100 g
Himbeere 40 mg/100 g
Kichererbsen (trocken) 124 mg / 100 g
Kohlrabi 59 mg/100 g
Mandeln 252 mg/100 g
Paranuss 132 mg/100 g
Pistazie 136 mg/100 g
Porree 63 mg/100 g
Portulak 95 mg/100 g
Rukola (roh) 160 mg/100 g
Sanddornbeere 42 mg/100 g
Sesam (trocken) 783 mg/100 g
Sojabohne (trocken) 200 mg/100 g
Sojamehl 195 mg/100 g
Spinat (gekocht) 126 mg/100 g
Tofu 87 mg/100 g
Walnuss 87 mg/100 g

Quelle: Souci-Fachmann-Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel Nährwert-Tabellen, 2008. 

Was sind kalzifizierte Rotalgen?

Zur Anreicherung mit Kalzium werden für vegane Bio-Drinks  spezielle Rotalgen (Lithothamnium calcareum) genutzt. Fossile Rotalgen, auch Maerl genannt, sind Meerespflanzen ohne Wurzeln, die durch Photosynthese die Meereswassermineralien an die Korallenkalziumsteine binden, d.h. sie bilden ein Außenskelett. Das Kalzium wird somit rein pflanzlich erzeugt - im Gegensatz zu anderen Kalziumquellen wie Muschel- und Austernschalen.